Texas Holdem oder Omaha Poker?

Auf den ersten Blick mag Omaha Poker wie das doppelte Lottchen des Texas Holdem aus den verschiedenen Spielfilmen erscheinen und statt 2 Hole Cards benutzt man derer 4. Doch in der Spielweise und den vorhandenen Kombinationsmöglichkeiten unterscheiden sich die beiden Pokervarianten grundsätzlich und viele reine Holdem Spieler haben zu Beginn große Verständnisprobleme.

Doch was genau macht den enormen Unterhaltungsfaktor beim Omaha Poker aus? So mancher Drilling mutiert gerne einmal zum Full House, auch wenn nicht genau 2 der 4 eigenen Karten benutzt werden. Ein sehr wichtiger Aspekt ist die Auswahl der Starthände sowie die Risikobereitschaft vor und nach dem Erscheinen der Gemeinschaftskarten.

Auf Grund der vielen Kartenkombinationen ist es wesentlich schwerer als beim Texas Holdem, bereits preflop und am Flop eine fertige Hand vorweisen zu können. Man sollte immer sorgfältig abwägen, ob und wann es sich noch lohnt, einen Einsatz zu bezahlen und eine weitere Karte sehen zu wollen.

Weiterhin wird Omaha meistens in der Pot Limit Variante gespielt, auch wenn No Limit und Limit beides möglich sind. Pot Limit ist hierbei die populärste Spielweise und somit kann man nicht immer alle eigenen Chips riskieren, sondern kann nur um die Größe des bisherigen Pots erhöhen. Dies birgt trotz ausgezeichneter Starthand natürlich immer mehr Risiken und man sollte nicht immer mit Assen bis zum all-in gehen, wenn der Flop eine ungünstige Konstellation ergibt.

Doch wie genau sieht eine fertige Hand beim Omaha Poker aus? Es gibt natürlich die Klassiker mit Full House, Nutflush und Vierling, doch sehr viele Drillinge sind nicht immer auch am River die bestmögliche Hand, auch wenn dem am Flop so sein sollte. Gerade kleinere Flush können bereits das Ende bedeuten und man sollte immer versuchen, sich auf Turn und River noch weitere Möglichkeiten offenzuhalten.

Es lohnt sich nicht, mit der zweitbesten Straße bereits am Flop alles zu riskieren, wenn zudem noch 2 gleichfarbige Karten offen für jedermann daliegen. Wenn man sich auf Turn und River nicht signifikant verbessern kann, so sollte man lieber auf einen besseren Moment warten. Auch wenn man noch keine fertige Hand haben sollte, so sollte man bei den verfügbaren Kartenkombinationen immer auf die bestmögliche Hand spielen.

Bitte beachten Sie, dass Pokern süchtig machen kann. Weitere Informationen über die Spielsucht erhalten Sie auf der Internetseite spielsucht.de. Spielen Sie nicht bei persönlichen Problemen. Spielen allein ist keine Lösung.